Joaquin

17-Zoll-Touchscreen im Tesla S soll Fahrer ablenken und Unfälle provozieren.

3 Beiträge in diesem Thema

Als zentrale Bedien-, bzw. Komantoeinheit, fungiert im Tesla ein 17-Zoll-Touchscreen. Dieser ist für viele ein wahrer Hingucker und genau darin sieht der Zürcher Staatsanwalt Jürg Boll die Gefahr dieses großen Bildschirmes. Der Bildschirm soll die Fahrer zu sehr beim Fahren ablenken und viele der Funktionen seien nur über zu sehr verschachtelte Menüs zu erreichen.

Gemeinsam mit dem Schweizer Staatsanwalt, hat sich auch Marco Cortesi, der Chef des Mediendienstes der Stadtpolizei Zürich negativ über das neue Bedienkonzept des Tesla S geäußert. Ihrer Meinung nach, würden die Fahrer durch dieses Bedienkonzept zu sehr abgelenkt, was ihre Konzentration beeinträchtigen würde.

Bis auf wenige Funktionen sind sie meisten tief verschachtelt. Auch wird das Display während der Fahrt nicht gesperrt oder unsichtbar geschaltet. Zudem soll es laut ADAC auch bei Sonnenlicht blenden können. Immerhin kann man hier zum Beispiel die Innenraumtemparatur regeln, mit einem Browser im Web surfen, die Freisprechfunktion sowie das Musiksystem mit samt Internetradio usw.

The Model S 17-Inch Touchscreen Display

Introducing the world's most advanced vehicle user interface - the Tesla Model S 17" touchscreen display. Take a look inside the master control of Motor Trend's 2013 Car of Year, and see first hand how the Model S is forever changing the way we see electric mobility.

Der Staatsanwalt hat beim Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich eine Prüfung eingeleitet und will dort prüfen lassen, ob der Bildschirm im Tesla S so überhaupt zulässig ist. Denn im Artikel 31 des Schweizerischen Straßenverkehrsgesetzes gibt es sei 2005 den ergänzenden Passus, laut dem der Fahrzeugführer dafür zu sorgen hat, "dass seine Aufmerksamkeit insbesondere durch Tonwiedergabegeräte sowie Kommunikations- und Informationssysteme nicht beeinträchtigt wird".

In der deutsche Straßenverkehrsordnung wird darauf nicht so konkret eingegangen. Dort steht lediglich im Paragraf 23, "Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden."

Aber auch andere Fahrzeughersteller haben mit der immer größeren Flut an Funktionen ihrer Fahrzeuge und der Technik zu kämpfen. Auch hier ist die Bedienung nicht immer einfach, jedoch schalten sich bei den herkömmlichen Fahrzeugherstellern hier die Displays in der Regel ab.

Die Zukunft wird zeigen, ob ein derartiges Bedienungskonzept, die Lösung für moderne Fahrzeuge darstellt. Auf der anderen Seite darf man auch nicht verleugnen, dass eine solche Lösung auch für die Fahrzeughersteller, eine große Erleichterung darstellt. Man kann auf den Einbau von zahlreicher Mechanik, Knöpfe und Verkabelung verzichten, was auch den Fahrzeugbau günstiger macht und die Konstruktion erheblich vereinfacht.

Bei all den modernen Spielereien, denen ich durchaus sehr positiv gegenüber stehe, mag ich jedoch auch viele analoge Bedienelemente, die schnell und einfach zu finden und dann blind zu bedienen sind.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Volvo will dich auch solche Displays verbauen und ich bin mir sicher, in Zukunft werden auch die anderen Autobauer, diesem Beispiel folgen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Dieser Inhalt muss durch einen Moderator freigeschalten werden

Gast
Du kommentierst als Gast. Wenn du bereits einen Account hast kannst du dich hier anmelden.
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead


  • Gleiche Inhalte

    • Überwachung von Elektroauto-Fahrern durch die Steckdose
      Von Joaquin
      Eines der bisher größten Probleme bei den Elektroautos, ist ihre eingeschränkte Mobilität aufgrund von fehlenden Stromtankstellen und Ladestationen. Aus diesem Mangel resultiert auch die fehlende Option, den Strom anonym per Bargeld zu bezahlen, denn die Bargeldlogistik ist hier einfach noch zu aufwendig. Als Resultat daraus gibt es unterschiedliche Bezahloptionen, bei denen in der Regel eine eigene ID erforderlich ist, mit welcher sich der Fahrzeugführer gegenüber dem jeweiligen Stromanbieter identifiziert. Diese ID ist in der Regel mit dem realen Namen verknüpft. Dabei werden neben dieser ID auch der Betrag und auch der Ort übermittelt, verarbeitet und gespeichert. Solche Diese Daten können für ein umfangreiches Bewegungsprofil und Nutzungsverhalten ausgewertet werden. Wie viel fährt dieser Mensch, wo fährt er und wann fährt er.
      Aus solchen Daten lässt sich schon viel über eine Person erfahren und auch viel dazu vorhersagen. Auch können solche Daten können gerne an Dritte weiter gegeben werden
      Wer ständig das Handy an hat, kann sich sicher sein, dass bei einem Verdachtsfall zum Beispiel, die Netzprovider an die entsprechenden, juristischen Stellen, genaue Informationen darüber geben können, wann man wo war, welche Daten man per SMS mit wem ausgetauscht hat oder welche Seiten man im Netz so besucht hat.
      Wer nun meint, diese Daten sind ja immer vom jeweiligen System abhängig und daher könnte man das gut kontrollieren, wo man was dann genau tut, der irrt. Facebook ist schon dafür bekannt, im Netz die Daten seiner Benutzer weit gefächert zu sammeln und mit Hilfe von anderen Diensten, auch weit über ihre eigene Seite hinaus. Dabei ist es auch gar nicht unüblich, dass die Daten der Internetwelt, mit der so genannten Offline-Welt gekoppelt und ausgewertet werden.
      Je nach Firma, können derartige Daten weitergegeben oder ausgetauscht werden. Die sich daraus ergebenden Profile eines einzelnen, sind dann enorm und lassen 1984 wie eine heile Welt erscheinen. Daher ist es wichtig, gewisse Dinge schon im Vorfeld zu unterbinden oder zumindest auf ein geringes Mindestmaß zu reduzieren und dies beinhaltet auch die Identifizierung des Elektroautofahreres an der Ladestation.
      Dieses Problem haben auch Forscher der Ruhr-Universität Bochum erkannt und haben ein System des Pseudonymen-Ladens von Elektroautos bzw. Elektrofahrzeugen entwickelt. Das Forschungsprojekt nennt sich SecMobil und Kern des Projektes ist die Pseudonymitätsfunktionen des neuen Personalausweises. Sobald man sich bei dem jeweiligen Dienstleister und Stromanbieter registriert, wird über den Personalausweis ein Pseudonym gewählt mit dem sich der Fahrer fortan dort authentifiziert. Dabei wird der Realname des Kunden, nicht übermittelt, wodurch für den Dienstleister nicht ohne weiteres eine Zuordnung des Pseudonyms zur wahren Person des Fahrers herstellen kann. Da weiterhin ein Zeitstempel und Ladeumfang gespeichert werden, können zwar Bewegungsprofile erstellt werden, diese sind dann jedoch anonym und keiner realen Person zuordenbar.

      Ganz fehlerfrei und ausgereift ist das System noch nicht, aber es ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Mit im Boot sitzen zur Zeit auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), als auch Daimler.
      Die heutigen Fahrzeuge stecken voller Informationstechnik. Sie sammeln und übertragen ständig Daten, wodurch das Fahrer zunehmend gläserner wird. Ein Trend der zumindest in Punkto Datenschutz, noch viel Aufwand erfordert, um die nicht zu stoppende Digitalisierung des Autos auch unter datenschutzrechtlich Aspekten, für den Fahrer sicherer zu gestalten.
    • Drei Brände bei der Elektro-Limousine Tesla Model S - Grund zur Sorge?
      Von Joaquin
      Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für die Presse. In relativ kurzer Zeit haben sich beim Tesla Model S drei Unfälle mit den Akkus ereignet. So soll innerhalb von 6 Wochen gleich bei drei unterschiedlichen Fahrzeugen, die Akkus der jeweiligen Fahrzeuge angefangen haben zu brennen.
      ein gefundenes Fressen für die Elektroauto-Skeptiker, welche sich gleich auf das Thema stürzen und die Unsicherheit dieser Fahrzeuge lauthals in die Welt hinaus schreien. Kein Wort darüber, dass das Tesla Model S schon seit über einem Jahr zahlreiche Tesla Model S Fahrzeug ohne nennenswerte Probleme unterwegs sind. Selbst der Tesla Roadster bewegt sich schon seit Anfang 2008 ohne Probleme auf den Straßen, auch wenn er nicht mehr produziert wird. Schon alleine daran sollte sich ablesen lassen können, dass hier jedwede Panikmache fehl am Platz ist.
      Schaut man sich die Berichte zu den Vorkommnissen zudem genauer an, dann wird ersichtlich, dass zwei der drei Brände durch ein Metallteil auf der Straße verursacht wurde, welcher den Unterboden aufriss, dadurch die Batterie schädigte und einen Kurzschluss in dieser verursachte, welcher dann zum Brand führte. In einem dieser drei Brände, hat zudem die US-Verkehrsbehörde bereits ausgeschlossen, dass es sich hierbei um einen Verarbeitungsfehler seitens des Herstellers handelte. Im dritten Brandfall, war das Fahrzeug durch eine Mauer gefahren und knallte dann gegen eine Wand.
      Wenn man sich vor Augen führt, dass der Innenraum des Tesla durch die Batterie im Boden zusätzlich vor Fremdkörpern von unten geschützt ist, mag man sich kaum vorstellen, wie der Unfall bei einem herkömmlichen Fahrzeug ausgegangen wäre.
      Die Häufung der Unfälle mag in dem Zeitraum erst einmal bedenklich erscheinen, ist es aber auf die gesamte Zeit dieser Fahrzeuge gesehen, eigentlich nicht. Vor allem nicht, wenn man sich vergleichende Zahlen bei den üblichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren anschaut.
      Auch hat in beiden Fällen die Fahrzeugwarnung tadellos funktioniert und der Fahrer wurde sofort aufgefordert sein Fahrzeug zu verlassen. Ebenso blieb die Fahrgastzelle durch den Brand intakt. Also auch hier ist alles vorbildlich abgelaufen.
      Der Handel reagiert unter anderem aber sehr kritisch darauf, so dass hier die Aktie von Tesla Motor seit Oktober, knapp ein drittel ihres Wertes von knapp 145,- US-Dollar, auf fast 100,- US-Dollar eingebüßt hat. Aber auch hier lohnt es sich einen genauen Blick darauf zu werfen, denn die Aktie hat sich von Anfang dieses Jahres und von weniger als 30,- Dollar, auf über 140,- Dollar gesteigert. Eine überaus steile Entwicklung der Aktie und sicher auch ein wenig überbewertet. An solche Aktien ist dann auch immer sehr viel Wachstums-Wunsch-Denken von Seiten der Aktionäre und der Spekulanten geknüpft. Derartige Hoffnungen und Wünsche kann kein Unternehmen auf Dauer erfüllen und dann sinkt halt entsprechend der Kurs. Gerade bei der Apple-Aktie kann man so etwas immer und immer wieder beobachten.
      Also auch an der Börse sehe ich zur Zeit nur das übliche Marktverhalten und eine Aktie, welche auf dem Weg ist, sich nun etwas realistischer zu platzieren.
      Tesla indes sieht hier auch keinen Mangel an ihren Fahrzeugen, so dass sie keine Rückrufaktion für ihrer Fahrzeuge einleiten oder wie die Engländer sagen, erst einmal Tee trinken und abwarten
  • Aktuelles in Themen